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Mein
Dasein als Hausmann.
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ich schon kurz in meinem Lebenslauf erwähnte, begann alles
damit, dass ich in der Türkei eine Angestellte aus dem Auswärtigen
Amt heiratete, die ich während meiner Zeit als
Sicherheitsbeamter an der Deutschen
Botschaft in Bangkok
kennen gelernt hatte. Als wir in Bangkok
auseinander gingen, da dort meine Zeit zu Ende war, ahnte noch
niemand von uns, was aus unserer zunächst mal Partnerschaft auf
Zeit, werden sollte.
Nach der
Heirat mussten wir uns jedoch die Frage stellen, wie geht es nun
weiter. Mein "Job" war der eines Polizeibeamten
im Bundesgrenzschutz und zu meinem Aufgabengebiet gehörte u.a., im Ausland an den jeweiligen Auslandsvertretungen
Deutschlands Dienst zu tun. Irgendwann fragte sie mich
mal, ob ich mir denn die Rolle eines Hausmannes
vorstellen könne. Sehr interessant war gewesen, dass ich nicht
sehr lange Zeit benötigte, um diese Frage mit "Ja,
ich will"
zu beantworten. |
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Nun
hieß es planen, alles auf die Reihe bekommen. Ein Kollege an
der Botschaft
in Ankara auf Posten, war mit einer Lehrerin aus dem
Saarland verheiratet. Von ihm erfuhr ich, dass man nicht
unbedingt kündigen müsse, sondern unter bestimmten
Voraussetzungen die Möglichkeit besteht, sich vom Dienst unter
Wegfall der Bezüge beurlauben zu lassen. Er nannte mir auch die
gesetzliche Grundlage und ich stellte daraufhin meinen Antrag
auf Beurlaubung ab dem 01.12.1991 an das
BMI
(Bundesministerium des Innern). Was ich damals nicht wusste,
es war der erste Antrag dieser Art, der im Bundesgrenzschutz
gestellt wurde.
Dies
bedeutete schlicht und einfach, es gab keine Musterakte und
keinen Fall, auf den man sich stützen konnte und auf den
man hätte zurück greifen können. Entsprechend lange dauerte
der Vorgang. Fast täglich fragte ich im BMI
nach, da ich durch meine Tätigkeit in der Personalvertretung
dort viele Bekannte hatte. Immer wieder die gleiche Antwort: "Noch
keine Entscheidung." Es
war inzwischen November 1991 und für meine Frau stand ihre
nächste Versetzung an. Entsprechend stand ich unter Druck. |
| Wie
schwer sich die Dienststelle tat, mag folgender Sachverhalt
belegen. Meine Frau rief mich aus Bangkok
an und teilte mir mit, dass das BMI
beim Auswärtigen
Amt nachgefragt habe, ob es denn notwendig sei, dass ich
zusammen mit meiner Ehefrau am ausländischen Dienstort wohnen
solle. Diese Anfrage leitete das Auswärtige
Amt an die Deutsche
Botschaft in Bangkok
weiter, wodurch auch meine Frau von dieser absurden Anfrage
Kenntnis erhielt. Diese Anfrage, darüber waren sich auch
dortige Bedienstete einig, stellte indirekt den im Grundgesetz
verankerten Schutz der Familie in Frage.
Gott sei
Dank hatte ein Vorsprechen Mitte des Monats November 1991 im BMI
Erfolg. Ein ausführliches Gespräch mit dem Sachbearbeiter
brachte den entscheidenden Durchbruch. Der Antrag wurde positiv
beschieden und ich konnte mir zum Zwecke der
Familienzusammenführung mein Ticket für den Flug nach Bangkok
kaufen. Meine Wohnung hatte ich schon vorher gekündigt und
einen guten Bekannten als Nachmieter vorgeschlagen. Ich selber
konnte diese Wohnung dann bis zum letzten Tag nutzen. Mein
Resturlaub ging nahtlos über in die Beurlaubung und am
21.11.1991 flog ich dann mit dem Notwendigsten nach Bangkok
zu meiner Frau.
Als Polizeibeamter
im Bundesgrenzschutz erhält man freie Heilfürsorge.
Jetzt, wo ich beurlaubt war, entfiel dies natürlich auch. Also
musste ich mich um eine Krankenversicherung bemühen. Da ich
selber kein Geld verdiente, konnte ich nur freiwillig in einer
gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung unter kommen und
dies zu horrenden Preisen. Schließlich hätte ich ja den
Arbeitgeberanteil auch tragen müssen. Doch Gott sei Dank bekam
ich den Hinweis, darauf hätte man auch selber kommen können,
dass ich ohne eigenes Einkommen automatisch im Rahmen der
Familienversicherung bei meiner Frau mitversichert bin. Das
Problem war also gelöst.
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1992 stand unser
erster gemeinsamer Auslandsaufenthalt vor der Türe und
es sollte Tirana
in Albanien
sein.
Nach
einem Zwischenstopp in 1994 von 7 Monaten in Zagreb,
der Hauptstadt von Kroatien,
ging es nach Riad
in Saudi
Arabien.
Von hieraus ging es 1996
für 3 Jahre wieder nach Bonn, von wo aus es 1999 nach Teheran,
Iran
ging.
Von
dort aus zogen wir 2003 um nach Ägypten,
wo wir bis September 2006 etwa 30 Km außerhalb von Kairo
lebten.
Bis Ende
Juni 2008 lebten wir in
Israel, genau gesagt im Osten von
Jerusalem, dem Stadtteil der Moslems.
Ab August
war dann Bangkok
angesagt, wo ich ja schon als Sicherheitsbeamter tätig war.
Dort endete
mein Dasein als Hausmann. Trennungsbedingt lebe ich nun in
Oerlinghausen am Rande vom Teutoburger Wald und bin mein eigener
Hausmann.
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Wen
es interessiert, kommt über den Link rechts unten zum ersten
gemeinsamen
Posten Tirana. |
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