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Es
begann im Jahre 1991. Genauer gesagt im Dezember. In der
Vorbereitung auf den Umzug nach Tirana,
wo ich ja meine erste "Tätigkeit" als Hausmann
aufnehmen sollte, galt es auch beim Einkauf daran zu denken, was
man denn so in seiner Freizeit alles anstellt. Ob denn das Sammeln
von Briefmarken
mich ausfüllte? Kann ich die mir zur Verfügung stehende Zeit
ausschließlich mit Kochen und Putzen sinnvoll füllen. Das
Ergebnis meiner Überlegung war, dass ich mir meinen ersten Computer
kaufte. Es war dies ein Highscreen i386 DX 25 von Vobis
mit einer 20 MB Festplatte und 1 MB RAM. Im Preis war ein 15"
Monitor, ein Keyboard und eine Maus enthalten. Dazu kaufte ich mir
noch einen Epson Nadeldrucker 24.
Ohne,
dass ich von irgendwelchen Dingen, die ich da gekauft hatte,
Ahnung besaß, machte ich mich im Februar 1992 daran, alles
aufzubauen. Das, was für mich heute ein Kinderspiel ist, stellte
sich damals als ausgesprochen schwierig heraus. Nun hatte ich zwar
einen technischen Beruf erlernt, doch von Elektronik leider keinen
blassen Schimmer. Die Beschreibung damals war auch nicht gerade
hilfreich, was jedoch dem Ergebnis keinen Abbruch tat. Als ich auf
den besagten Knopf zum Einschalten drückte, war ich mehr als
stolz auf mich. Der Computer
lief!!!
Auf
dem schwarzen Bildschirm zeigte sich in weißer Schrift
"C:\". Erste Versuche auf der Tastatur ergaben, dass ich
meinen Namen auf dem Bildschirm sah. Nun wollte ich diesen wieder
löschen. Doch, wer hätte das gedacht, es ging nicht. Jedenfalls
wusste ich nicht, wie ich es bewerkstelligen sollte, dass der Name
dort wieder verschwand. Auch in der Beschreibung fand ich darüber
nichts. Also schaltete ich den Computer
aus und gleich darauf wieder an. Siehe da, bis auf das
"C:\" war der Bildschirm wieder clean. Das wiederholte
ich nun mehrmals mit dem gleichen Ergebnis. War das nun alles??? |
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Leider
gab die Beschreibung zu dem Computer
zwar genaue technische Hinweise zur Ausstattung des Innenlebens, doch
was man tun musste, um damit zu arbeiten, war nicht zu entdecken. Was
ich damals noch nicht wusste, es war weder ein Betriebssystem noch ein
Programm aufgespielt. Zu der Lieferung gehörten zwar einige große
5,25" Disketten, die es heute nicht mehr gibt, doch keine
Anleitung dazu. Also war guter Rat teuer. Doch den holte ich mir von
einem Bediensteten der Deutschen
Botschaft, der zufällig auch noch für diese Geräte zuständig
war.
Er schmunzelte
natürlich, als ich ihn um Hilfe bat und meine Misere schilderte. Gott
sei Dank sagte er aber Hilfe zu. Durch ihn erfuhr ich nun, wie man ein
Betriebssystem aufspielt und was man damit macht. Es war damals
Windows 3.1, was dem Kauf dabei lag und das Schreibprogramm Word 5.0.
Beides installierte mir dieser Kollege und zeigte mir danach, wie man
es benutzt. Voller Stolz schrieb ich meinen ersten Brief und ließ ihn
durch dem Nadeldrucker zu Papier bringen. Ich war begeistert von der
neuen Technik. |
| Die
Zeit war von nun an ausgefüllt. Ich beschäftigte mich ausführlich
mit meinem neuen "Spielzeug" und schon bald hatte ich mir
ein Grafikprogramm zugelegt, womit ich ab sofort unsere Einladungen
fertigte. Zwar wirkte das alles etwas komisch, da ja mit einem
Nadeldrucker gedruckt, doch ich war zufrieden. Noch. Damals wurde in
der Deutschen
Botschaft schon mit Laserdruckern gearbeitet und ich war schon
neidisch, wenn ich den Unterschied sah. So nahm denn meine Frau meine
Werke auf einer Diskette mit zum Dienst und druckte mir meine Werke
dort aus. So konnte ich damit leben.
Nach zwei
Jahren zogen wir um. Es wurde alles für den Umzug nach Riad
vorbereitet. Der Container ging auf die Reise und wir für kurze Zeit
nach Zagreb.
Da ja nun mein Computer
verpackt im Container lag, kaufte ich mir nach nun zwei Jahren
"Erfahrung" einen neuen. Es war dies wieder ein Highscreen
von Vobis, doch diesmal
ein so genannter i486
DX2-66. Jetzt ließ ich gleich eine zweite Festplatte einbauen. So
hatte ich einen riesigen Speicher von zusammen 40 MB!!! Das
sollte für die Zukunft reichen, dachte ich. |
| In
Riad
lernte ich einen absoluten Freak kenne. Der zeigte mir nun wirklich
alles. Er hatte beruflich damit zu tun und so lernte ich von ihm wie
man einen PC aufschraubt, Teile wechselt, aufrüstet, Fehler sucht und
repariert. Ursprünglich wollte ich lediglich als Anwender damit
arbeiten, doch schon bald änderte sich das. Ich war vom Innenleben
fasziniert und wollte natürlich wissen, wie die einzelnen Teile
zusammenwirken. Dies zeigte mit mein neuer Freund, dem ich noch heute
dankbar dafür bin.
Meine erste
Handlung war, den Speicher auf satte 4 MB und später auf 8 MB
aufzurüsten. Auch gönnte ich mir bald wieder eine Festplatte.
Diesmal mit 80 MB. Der nächste Schritt war dann ein größerer
Prozessor. Ich rüstete auf mit einem IBM 486 DX4 486-4V3100GC 100MHz.
Auch erhielt mein PC schon bald ein CD-Laufwerk mit 4facher
Geschwindigkeit. |
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| Wieder
zwei Jahre später waren wir wieder in Deutschland und ich baute mir
meinen ersten PC selber zusammen. Jetzt hatte die CPU eine
Geschwindigkeit von 133 MHz. Meine zwei Festplatten hatten eine
Kapazität von je 160 MB. Auch ein Brenner wurde gekauft und ich
brannte fortan was das Zeug hielt. Inzwischen war ich für meine
Bekannten und Freunde so eine Art Anlaufstation in Sachen "Erste
Hilfe" geworden. Bis auf einen Fall, musste ich selber auch nie
eine Werkstatt in Sachen PC aufsuchen. Zudem hatte ich das Glück,
dass ich beruflich für ein halbes Jahr als Administrator
arbeiten konnte. Hier speziell war ich als Anwenderbetreuer tätig und
schraubte daneben noch die Hardware zusammen.
Heute arbeite
ich mit zwei PC. Einer ist nur für Bilder und Videos da, wobei ich
auf dem anderen alles das erledige, was sonst noch übrig bleibt.
Zusammen mit dem PC meiner Frau habe ich ein kleines Netzwerk
aufgebaut, an dem ein Scanner, Laserdrucker, Tintenstrahldrucker und
das DSL Modem hängt. Da alles auf einer großen Arbeitsplatte von
2,50 m x 1,20 m aufgebaut ist, habe ich per Kabel vernetzt.
Aber auch in
Sachen Software machte ich Fortschritte. Mein ganz spezielles
Steckenpferd war und ist das Programm Excel. Es machte mir schon immer
Spaß, mit Zahlen zu arbeiten. Hier nun konnte ich mich auslassen. So
lernte ich, wie man über Makros kleine Programme erstellt. Da war es
ein Jahresplaner, wobei dazu der Anstoß in einer PC-Zeitschrift
gegeben wurde, oder aber die automatisierte Urlaubsberechnung für die
Bediensteten einer Dienststelle. Aber auch in Anlehnung an die
Jahrtausendwende benutzte ich den Visual-Basic-Text, um ihn auf das
Ende meiner Dienstzeit umzuschreiben. So sind im Laufe der Zeit
etliche Excelblätter entstanden, in denen ich mich ausgelassen habe. |
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Von
meiner Frau bekam ich im Jahre 1997 zum Geburtstag ein
Notensetzprogramm mit Namen "Capella"
von WHC". Mit diesem Programm habe ich ein komplettes
Notenbuch mit inzwischen 390 Liedern geschrieben. Mehr dazu und vor
allem wie es dazu kam, kann man hier
nachlesen. In der Verbindung des Notensetzprogramms mit Word, konnte
ich so das Buch erstellen und ausdrucken.
Der nächste
Schritt war dann, dieses Buch als Web auf eine CD zu brennen. Also
musste alles in HTML konvertiert werden. Hier werden dann über ein
Inhaltsverzeichnis die einzelnen Lieder ausgesucht und bei Bedarf
über die Soundausgabe des PC wiedergegeben. Natürlich befinden sich
auf dieser CD auch diverse Bilder und die Chronik des Chores, für den
das Buch erstellt wurde. Inzwischen gibt es dieses Buch auch im Format
"PDF", wo man sich die Lieder anhören oder sich das komplette Buch
ausdrucken kann. Zusätzlich liegen alle Lieder im Format "WAV" vor,
woraus bei Bedarf eine komplette Audio-CD/DVD gemacht werden kann. |
| Grafikbearbeitung
ist ein Thema bei mir am PC. Mit meinen Digitalkamera, einer Canon 350
D, schieße ich meine Fotos, die ich
dann auf den PC überspiele und bei Bedarf bearbeite. Als
Fotoschau brenne ich die dann auf CD bzw. speichere die Bilder im
Originalzustand darauf. Ebenso verfahre ich mit meinen Videos. Zur
Zeit suche ich nach einem neuen Camcorder, da ich mit dem letzten
nicht zufrieden war. Es ist zwar eine riesige Arbeit, die Filme zu
überspielen, zu schneiden, evtl. zu vertonen, Titel, Texte und
Musik einzufügen, doch begeistert das Ergebnis immer wieder neu.
Im Rahmen der
Grafikbearbeitung habe ich im Jahre 1996 damit angefangen, Karten in
allen Variationen zu erstellen. So sind es neben Visitenkarten auch
Klappkarten zu besonderen Anlässen wie Geburtstag, Hochzeit,
Konfirmation oder verschiedene Urkunden. Hierzu ist es natürlich
erforderlich, auf eine ganze Sammlung von Grafiken zurückgreifen zu
können. Hier habe ich von Beginn an alles an Grafiken gesammelt, was
mir so in die Hände fiel. Inzwischen ist es eine stattliche Anzahl
und trotzdem stelle ich fest, dass man im entscheidenden Moment doch
nicht die richtige Grafik in der Sammlung hat. |
| Vor
etlichen Jahren habe ich angefangen, Rezepte zu sammeln. Wie man unter
"Hobby/Kochen"
nachlesen kann, begeistert mich dieses Hobby schon seit einiger
Zeit. Eines Tages stand ich nun vor diesen Rezepten und fragte
mich, was macht man damit? Es waren Broschüren, Rezepte aus
Zeitschriften und handgeschriebene Rezepte. Da ich, wie oben erwähnt,
bereits Erfahrung in der Erstellung eines Buches auf dem PC hatte, war
schnell für mich klar, ich schreibe ein Kochbuch.
Jedes Rezept,
wenn möglich mit Bild, wurde abgeschrieben und in Word gespeichert.
Dazu das Bild eingescannt. Alles zusammen in ein passendes Layout
gebracht und zunächst auf die Festplatte gebannt. Unterteilt nach
verschiedenen Gruppen wie Vorspeise, Hauptspeise oder Soßen, Currys
und Salate, kam schnell einiges zusammen.
Inzwischen habe
ich das Kochbuch Nr. 3 fertig gestellt.
Ich drucke die Seiten aus, lasse sie binden und verschenke diese
Bücher an liebe Freunde und Familienangehörige. Bisher war das feedback durchweg positiv und trotzdem soll Buch Nr. 3
nicht mein letztes
sein. Ich möchte noch zum Schluss etwas zusammentragen, was
ausschließlich aus der asiatischen Küche kommt. |
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| Der
vorläufig letzte Akt ist die Erstellung dieser Webseite. Allerdings
ist mir bewusst, dass die Pflege der Seite und die mögliche
Erweiterung wiederum Zeit kostet und mich teilweise recht stark in
Anspruch nimmt. Doch muss ich an dieser Stelle einmal betonen, dass es
mir nach wie vor unheimlich viel Spaß und Freude bereitet, mit dem
Werkzeug Computer
zu arbeiten. Gott sei Dank habe ich als Pensionär und Hausmann
bis jetzt genügend Zeit gefunden, auch diesem Hobby in der nötigen
Form nachzugehen und hoffe, dass dies noch lange so bleiben wird. |
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