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begann damit, dass ich im Kindergarten bei einer Aufführung
einen Tambourmajor spielen durfte. Dieser erste Einsatz in
Sachen Musik muss wohl einen bleibenden Eindruck bei mir
hinterlassen haben. Vielleicht ist mir aber auch die
Musikalität in die Wiege gelegt worden. Keiner weiß dies so
genau. Jedenfalls hat mich die Musik und das Musizieren bis
heute nicht ganz losgelassen.
Mit 7
oder 8 Jahren bekamen meine ältere Schwester und ich jeder eine
Mundharmonika von unserem Vater geschenkt. Darauf versuchten wir
uns nun zu produzieren. Jedoch ohne Anleitung war dies nicht von
Erfolg gekrönt. In unserem Haus wohnte ein Frührentner. Dieser
erklärte sich bereit, uns das Mundharmonikaspielen
beizubringen. Gesagt - getan. Nach einiger Zeit klappte es schon
ganz gut und unser Vater spornte uns zu einem Wettkampf an. Wer
nach einem Jahr das Instrument besser beherrsche, bekomme von
ihm ein Akkordeon geschenkt.
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die Zeit herum war, konnte ich besser spielen als meine
Schwester. So bekam ich das Akkordeon geschenkt. Es war ein
ziemlich großes Teil mit 80 Bässen von Hohner.
Ich konnte es umgeschnallt kaum halten. Mein Vater besorgte mir
einen Lehrer, der für seinen Unterricht das damalige Moped der
Marke Quickly von meinem Vater bekam. Ich musste nun jede Woche
an einem Tag nachmittags zum Üben. Den großen Koffer an der
Hand zog ich los und erlernte so, wie man mit diesem Instrument
Musik machen kann. Zwei Jahre wurde ich unterrichtet. Inzwischen
war ich 16 Jahre alt und wir zogen um. Der Unterricht brach
dadurch ab.
Unsere
neue Nachbarin jedoch spielte auch Akkordeon und so taten wir
uns zusammen und organisierten uns wieder einen Lehrer. Mir
jedoch machte das Üben nicht sehr viel Spaß. Lieber versuchte
ich mich gleich daran, die damaligen Schlager auf den Tasten
wiederzugeben. Dies gelang mir auch ganz gut. Beim THW,
wo ich damals als freiwilliger Helfer tätig war, traf ich auf gleich Gesinnte.
Einer spielte Gitarre und der andere Schlagzeug. Wir übten nun
gemeinsam Tanzmusik. Es ging so gut, dass wir noch im gleichen
Jahr auf einer Nikolausfeier zum Tanz aufspielten. Etwa zwei
Jahre spielten wir so zusammen zum Tanz auf. |
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Nach
diesem Umzug bekam ich meinen ersten Kontakt zu einem Chor. Es
war der Kirchenchor der evangelischen Kirchengemeinde
Essen-Heidhausen. Unter der Leitung von Frau Mrowitzki
machte ich meine ersten Schritte in Sachen Chorgesang.
Gleichzeitig schloss ich mich dem Männerchor bei meinem
damaligen Arbeitgeber der Eisengießerei August Engels in Velbert
an. Meine Stimmlage war Bass. Es machte mir riesigen Spaß, in
dieser Gemeinschaft zu singen.
Im
Kirchenchor studierten wir damals die Kantate "Alles was
ihr tut" von Dietrich Buxtehude ein. In diesem Stück gab
es auch einen Part, der für Basssolo geschrieben war. Frau
Mrowitzki sprach mich an, diesen Part zu singen. Ich sagte zu
und so sang ich bei der Aufführung der Kantate dieses Solo. Es
sollte in meinem musikalischen Leben nicht bei diesem einen Solo
bleiben. |
| Das
Singen in einem Chor machte mir riesigen Spaß. So suchte ich
nach einem Umzug in eine andere Stadt immer zuerst wieder den
Kontakt mit einem Chor. So war meine nächste Station der
Kirchenchor der evangelisch
lutherischen Gemeinde St. Thomas in Lübeck. Hier versuchte
ich mich auch im Posaunenchor, jedoch mit wesentlich weniger
Erfolg, als dies im Kirchenchor der Fall war. Auch hier durfte
ich wieder das eine oder andere Solostück übernehmen.
Gospelmusik,
Kantaten, Motetten und ganz normale Chorlieder wurden gesungen.
Allerdings erlebte ich hier auch wie es ist, wenn der Chor kurz
nach dem ersten Ton verstummt und nochmals beginnen muss, weil
einfach der Anfangston nicht getroffen wurde. Bei einem
Gottesdienst, wo die Gemeinde durch den Chor und mich als Solist
auf neue Lieder vorbereitet wurde, hatte auch ich meine ganz
persönliche Negativerfahrung. Ich sollte den Refrain des Liedes
"Go down Moses" vorsingen und setzte einfach zu hoch
ein. Dadurch musste ich mich als Bass in ungeahnte Höhen
quälen. Absetzen und neu beginnen, aber jetzt mit dem richtigen
Ton. Ich hätte im Erdboden versinken mögen, doch die Gemeinde
hat es mir verziehen. |
| Nach
meinem Umzug nach Sankt
Augustin schloss ich mich dort zunächst dem Chor der
evangelischen Kirchengemeinde "An den drei Eichen" an.
Später sang ich auch noch kurz im Chor der evangelischen
Kirchengemeinde Sankt Augustin Hangelar, wo ich mal wieder ein
Solo singen durfte. Es war diesmal aus der Kantate "Cantate
Domino" von Dietrich Buxtehude. In Sankt
Augustin gab es eine Musikschule und eine Klasse davon
beinhaltete einen gemischten Chor. Es war dies die
Chorgemeinschaft St. Augustin. 1977 trat ich diesem Chor bei.
Hier
wurden hauptsächlich größere Werke gesungen. Oratorien,
Opernchöre, Messen oder aber auch viele Kantaten und Motetten
von Johann
Sebastian Bach. Zum 10jährigen Bestehen des Chores sangen
wir in der Kirche der Steyler
Missionare das Oratorium "Die
Schöpfung" von Joseph
Haydn. Davon wurde sogar eine Schallplattenaufnahme
gefertigt. Anlässlich einer Veranstaltung der Deutschen
Welle in Sankt
Augustin traten wir auch auf, wobei dort u.a. ebenfalls Nicole
aufgetreten ist. |
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| Auch
während meiner Zeit im Ausland habe ich gesungen. In Bangkok
sang ich im Chor der evangelischen
deutschsprachigen Gemeinde mit. Er hatte sich sinnigerweise
den Namen "Klosterchor" gegeben. Dies in Anlehnung an
die gleichnamige Biermarke dort, der immer nach den Proben
reichlich zugesprochen wurde. Hier fand ich eine neue Heimat in
Sachen Chormusik. Der Chor bestand aus Menschen, die
vorübergehend in Bangkok
arbeiteten und Deutschen, die dort wohnten. Eine bunte, jedoch
harmonische Mischung sangesfreudiger Menschen traf sich an einem
Tag in der Woche zum Singen. Dieser Zeit widme ich auf meiner
Homepage etwas mehr Platz und behandele dieses Thema unter dem
Link "Klosterchor"
gesondert.
Seit 1991
treffen sich nun regelmäßig am Herbst eines jeden Jahres die
ehemaligen Mitglieder dieses "Klosterchores" aus
Bangkok, um gemeinsam an einem Wochenende zu singen, Erfahrungen
auszutauschen und sich näher kennenzulernen. Dieses Treffen ist
für mich nun die einzige Tätigkeit in einem Chor, da es im
Ausland zum Teil doch recht schwierig ist, eine solche
Gemeinschaft zu finden. So freue ich mich um so mehr auf dieses
eine Wochenende im Herbst und ganz speziell auf das Singen.
Klosterchor
Bangkok heute
Exil-Klosterchor
Bangkok |
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