| Wie
aus den Gemeindebriefen
zu lesen ist, hatten wir eine Vielzahl von Auftritten und
Konzerte. So denke ich immer noch an einen Besuch im Gefängnis
von Lard Yao zurück, wo wir mit einem philippinischen Chor
zusammen trafen und gemeinsam den Gefangenen, unter denen es
auch Deutsche gab, mit weihnachtlichen Liedern die Zeit etwas
verschönten. Die Eindrücke dort werde ich nicht vergessen.
Nach
meiner dienstlichen Zeit in Bangkok
verlor ich für wenige Jahre den Kontakt. Doch nachdem der
sogenannte "Exilklosterchor" gegründet war und man
sich seit 1991 regelmäßig an einem Wochenende im Jahr im hessischen Niedenstein
traf, war ich wieder dabei. Nahtlos schien die Integration bei
allen zu funktionieren. Man freute sich, wieder zusammen zu sein
und sich dem Liedgut des "Roten Buches" widmen zu
können. Seit dem Jahre 2005 treffen wir uns nun im Diakonie
Schwesterheim in Herrenberg,
in der Nähe von Stuttgart.
Der Klosterchor
in Bangkok besteht weiter, jedoch in anderer Zusammensetzung
und unter einer anderen Leitung.
Das
"Rote Buch" war unser Chorbuch. Es war zunächst eine
lose, in einem Ringordner gehaltene Sammlung von Notenblättern,
die sich immer weiter ergänzte. 1989 stellten Elke Zöllner,
ein damaliges Mitglied des Chores, und die Leiterin des Chores
Gesine Ruppert-Mann, dieses Sammelwerk neu zusammen. Als
sogenannte 3. Auflage ging dieses Buch in die Chronik des Chores
ein. 1997 gab es dann eine mit einem Anhang versehene 4.
Auflage, die wiederum von Gesine Ruppert-Mann, diesmal in
Zusammenarbeit mit Marion Schubach und Werner Rehkopf entstanden
ist.
Durch
dieses Exemplar bin ich erstmals mit dem Ausdruck eines
Notenbildes konfrontiert worden, das mit dem PC erstellt worden
ist. Da die Blätter mit den Noten im Laufe der Zeit nicht
gerade besser wurden und ich manchmal nicht mehr erkennen
konnte, ob es sich um eine punktierte Note oder um einen
Fliegenschiss handelte, begann ich darüber nachzudenken, dieses
"Rote Buch" virtuell am PC zu erstellen und auf CD zu
brennen. Begonnen habe ich mit der Umsetzung dieses Gedankens im
Jahre 1999. Das fertige Produkt konnte ich dann bei einem
Treffen in Niedenstein
im Jahre 2002 vorstellen.
Dazwischen
lag eine Zeit mit sehr viel Arbeit. Grundlage dieser Arbeit war
das Programm "Capella"
von WHC", dass mir meine Frau zum Geburtstag schenkte. Von Beginn an war ich begeistert von diesem
Programm, bei dem man die Noteneingabe per Keyboard, Maus oder
Instrument vornehmen kann. Man konnte damit fast wie bei einem
Textprogramm arbeiten. Da man mit diesem Programm auch
Stimmauszüge aus ganzen Partituren herstellen konnte, war es aus
meiner Sicht geradezu ideal, für unseren Chor, damit die Lieder
neu zu schreiben und im Format Capella, Word und HTML ein
virtuelles Buch zu erstellen. Word deshalb, damit jeder, der
diese CD zu Hause hat, sich sein eigenes "Rotes Buch"
ausdrucken und später binden lassen kann. Da sich eine Demoversion
von "Capella" auf der CD befindet, kann jeder
Besitzer der CD sich auch das gesamte Liedgut oder nur seine Stimme
eines Liedes anhören, nachdem er das Programm installiert hat. Damit der
Betrachter dieser Seite sich ein Bild von diesem Notenbuch
machen kann, kann er über diesen Link zu dem Notenbuch
gelangen.
Inzwischen
wird diese CD jedes Jahr erweitert, da ja in jedem Jahr beim
Treffen einiges
an neuen Stücken dazu kommt. Seit 2004 habe ich auf dieser CD
auch ein Verzeichnis "Chorchronik" eingerichtet und
mit Bildern unterlegt, wo natürlich jeder nachschlagen kann. Es
war viel Arbeit, doch sie hat noch mehr Spaß gemacht.
Inzwischen hat jeder im Chor eine solche CD und ein neues
"Rotes Buch", worin die Noten nun so dargestellt sind,
dass man sie auch wieder lesen kann.
Klosterchor
Bangkok heute
Das
"Rote
Buch" |