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| Wie
man unter Berufe
lesen konnte, leben wir nun in Jerusalem. In dem Augenblick als
fest stand, dass wir nach Jerusalem
umziehen, hatte ich mich
unheimlich gefreut. Als Christ erzogen war für mich schnell
klar, dass ich mir nun die Orte ansehen konnte, worüber in der
Bibel geschrieben wurde. Mit Jerusalem
als Wohnort saßen wir
quasi an der Quelle. Nur ein Katzensprung entfernt
befinden sich die für uns Christen wichtigen Stätten, die mit
unserem Glauben eng verbunden sind.
So war es
natürlich selbstverständlich, dass in dieser Stadt der erste
Besuch der Altstadt
galt. Da wir die erste Übernachtung in einem ehemaligen
Pilgerhospiz, dem Paulushaus,
verbrachten, wohnten wir direkt gegenüber dem Damaskustor,
einem großen, nach Norden gerichtetem Eingang zur Altstadt.
Wenn man hier steht und auf den Vorplatz herunter sieht, so
fühlt man förmlich, wie das Leben pulsiert. Händler, aber
auch Bettler, bestimmen hier das Bild. Ein Gewusel von Menschen,
die das Tor in beide Richtungen passieren. |
| Wenn
man durch das Tor in die Altstadt
tritt, beschleicht einem sofort ein eigenartiges Gefühl der
Enge und Fremde. Mir jedenfalls ging es so. Man wird vom Strom
der Menschen förmlich mitgenommen. Von einem Bekannten weiß
ich, dass es an der Tagesordnung ist, dass in diesem Gedränge
speziell Touristen von Taschendieben heimgesucht werden. Es
empfiehlt sich also, ein besonderes Augenmerk auf seine
Habseeligkeiten zu haben. Mir wollte auch mal jemand seine
Finger in meine Umhängetasche stecken, was ich jedoch Gott sei
Dank schnell bemerkte. Bevor ich dann irgend etwas tun konnte,
war der Typ bereits verschwunden.
Vom Damaskustor
aus erreicht man das arabische und das christliche Viertel. Die
anderen Viertel sind das jüdische und das armenische. Folgt man
der engen Straße in ihrem Verlauf, so kommt man unweigerlich
zur Via
Dolorosa, wobei links dann das österreichische
Hospiz liegt. Die Straße führt durch die Altstadt
vom Löwentor
(oder Stephanstor) zur Grabeskirche,
die der Geschichte nach dort steht, wo Jesus
ins Grab gelegt worden sein soll. Im östlichen Teil ist die
Straße heute eine ansehnliche Gasse, während der westliche
Teil durch verwinkelte Gässchen zwischen den alten Häusern führt.
Teilweise mit überdeckt von Bogengängen und teilweise durch
Treppen unterbrochen. |
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Es würde
an dieser Stelle zu weit führen, über alle Einzelheiten und
Besonderheiten zu berichten. Ich möchte hier ja auch keinen
Reiseführer veröffentlichen, sondern lediglich Anstöße geben
und neben meinen Eindrücken auch einige Bilder dazu anbieten.
Zu
Bildern aus der Jerusalemer Altstadt geht es hier. |
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Ein
weiterer Ausflug führte uns nach
Bethlehem.
Von
Jerusalem
aus fährt man in Richtung Süden auf die Altstadt
zu.
Durchfährt jedoch den Tunnel, der nach rechts ab geht und
fährt vorbei am Jaffa
Tor, folgt der Straßenführung und gelangt so automatisch
auf die Hebron Street. Dort folgt man der guten Ausschilderung
nach
Bethlehem.
Man fährt so immer geradeaus, bis man nach etwa 8 Km links den
israelischen Kontrollposten sieht. Dort biegt man nach links ein
und folgt dem Prozedere der israelischen Soldaten.
Passkontrolle, Fahrzeugkontrolle und Befragung muss man über
sich ergehen lassen, bevor man weiter fahren darf ins Westjordanland.
Man fährt durch eine Öffnung in der hier 8 Meter hohen Mauer, um so nach
Bethlehem
zu gelangen.
Dann folgt
man einfach der Straße und gelangt so in das Zentrum, wo sich die
Sehenswürdigkeiten befinden. Bergauf erreicht man so die Geburtskirche,
die rechter Hand liegt. Parken sollte man jedoch schon vorher,
da an der Kirche so gut wie keine Parkplätze vorhanden sind.
Geht man die wenigen Meter die Straße bergan, so erreicht man
einen großen Platz, links gegenüber davon befindet sich die Geburtskirche,
die mit ihren Mauern nicht zu übersehen ist. Hier sollte man
sich einen Führer nehmen, da ansonsten dem Besucher vieles
verschlossen bleibt.
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| Nach
der Besichtigung geht man zurück zur Straße und biegt dort
nach links ab an der Mauer entlang. Die nächste kleine Straße
links führt bergauf zu einer kleinen Kapelle mit dem Namen "Milch
Grotte", an der ein Kloster
der Franziskaner angeschlossen ist. Hier hat
eine internationale Schwesterngemeinschaft die eucharistische
Anbetung aufgenommen, die rund um die Uhr geht. Die Nonnen des
Ordens der "Adoratrici del Santissimo Sacramento"
folgten damit einer Einladung der Franziskaner des Heiligen
Landes, die bei dem kleinen Marienheiligtum einen Ort des intensiven
Gebetes schaffen wollen.
Zu
Bildern aus Bethlehem geht es hier.
Hier geht es zu
verschiedenen Bildern aus Jerusalem.
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Über Ostern
führte uns eine Reise in den nordöstlichsten Zipfel des Landes bis
an die Grenze zum Libanon. Hier liegt das Skigebiet der Israelis
an den Ostseiten des Hermon Gebirges und ist relativ schneesicher.
Zu dieser Jahreszeit jedoch fährt man einsam und alleine die
Serpentinen hoch und begegnet dabei ab und zu einem
Militärfahrzeug. Überhaupt ist die Präsenz des Militärs hier oben
sehr stark und dies zu Lande und in der Luft.
Die Fahrt
führt von
Jerusalem
aus entweder durch den Westen des Landes an
Tel Aviv vorbei nach Norden in Richtung
See
Genezareth, oder aber durch das autonome
Gebiet der
Palästinenser über die Straße Nr. 90 zur Stadt
Tiberias, die
direkt am See liegt. Im Westen durchfährt man hügeliges und
bewaldetes Gelände, wo rechts und links die Häuser an den
Berghängen zu kleben scheinen. Die östliche Strecke führt durch
hügeliges Gelände immer entlang an der Grenze zu
Jordanien,
wobei sich hier links der Straße ein wüstenähnliches Gebiet zeigt.
Bei beiden Routen erreicht man nach etwa 2 Stunden den
See
Genezareth. |
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Von
Tiberias aus
fährt man am See entlang, um am Nordufer in die Hügellandschaft
weiter nach Norden bis zur Straße Nr. 99 zu fahren. Hier befindet
sich ein nettes kleines Hotel Resort, das
Kibbutz Hotel Hagoshrim, von wo aus man
sehr gut mit dem Auto oder einem Fahrrad, welches man im Hotel
leihen kann, die nähere oder weitere Umgebung erkunden kann. Mit
dem Fahrrad etwa 45 Minuten entfernt liegt
Banias. Hier
befindet sich einer der Quellflüsse des Jordan, Banyas oder auch
Hermonfluss, die Ausgrabungen des Palastes der Agrippa und des
Pantempels. Hierbei stößt man auf Spuren von
Alexander des Großen.
Über drei
Wanderrouten, zwei von jeweils 45 Minuten und eine von 90
Minuten, kann man zu Fuß das Gebiet erkunden. Hierbei führen die
Wege überwiegend durch bewaldete Bereiche, was bei der
Sonneneinstrahlung sehr angenehm ist. Man wandert entlang am
Hermonfluss, unterbrochen von kleineren Wasserfällen bis hin zum
großen Wasserfall, den man aber auch per Fahrrad oder Auto
erreichen kann. Hier stürzt das Wasser etwa 10 m tosend herab und
verschwindet nach Süden in einem Canyon.
Etwa 3
Kilometer weiter in Richtung Nordosten befindet sich die Ruine der
Burg Nimrod. Auf etwa 815 m Höhe erhebt sich die ehemalige
Fortanlage im
Hermongebirge, die man bequem mit dem
Auto erreichen kann. Mit dem Fahrrad ist es nicht ganz so einfach,
da die Strecke stetig bergauf führt. Die Anlage wurde 1228 erbaut
und bis 1277 immer weiter ausgebaut bis zu einer Größe von 150 m x
420 m. Sie liegt auf einem schmalen Bergrücken und wurde von
Saladins
Neffe Al-Aziz Uthman erbaut.
Zu
erreichen ist sie nur über die Straße 9898, einer Nebenstraße der
Straße Nr. 99, die nach
Kirjat
Schmona führt. Von dieser mächtigen Burganlage aus hat man
einen sehr schönen Überblick nach Westen und Süden. |
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Zu
einigen Bildern aus dieser Region geht hier. |
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