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Reisen in
Thailand 1990. |
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Unter
Beruf kann man
nachlesen, dass ich von 1989 bis 1990 in Thailand
an der
Deutschen Botschaft als Sicherheitsbeamter eingesetzt
worden war. Dort in der Dienststelle lernte ich auch spätere Frau kennen. Da man in Bangkok
nicht unbedingt auf ein Auto angewiesen ist, zudem der Verkehr
im Verhältnis zu Deutschland mehr als chaotisch ist, war ich
während meines Aufenthaltes dort, im Gegensatz zu meinen
vorherigen Einsatzorten, nicht motorisiert. Meine spätere Frau
jedoch war im Besitz eines fahrbaren Untersatzes. Ein
schnuckeliger kleiner blauer Golf wurde von ihr bewegt.
So
war es denn auch nicht weiter verwunderlich, dass wir gemeinsam
die eine oder andere kleine Exkursion unternahmen und somit auf
4 Rädern das Land etwas erkundeten. |
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Unser
erster gemeinsamer Trip führte uns von Bangkok
aus nach Kho Samed. Dies ist eine kleine Insel im Südosten des
Landes etwa 2 ½ Autostunden von Bangkok
entfernt. Man fährt nach Süden aus Bangkok
heraus und hält sich dann an die Ausschilderung nach Pattaya.
Nach etwa 70 Minuten erreicht man diese Stadt, die ja wohl wegen
ihrer vielen Nachtklubs und Bars hinreichend bekannt sein
dürfte. Man
bleibt auf der Hauptstraße in Richtung Süden und lässt somit Pattaya
rechts liegen. Hier folgt man der Ausschilderung nach Rayong. Dies ist
eine Bezirkshauptstadt dort im Südosten. Nach etwa einer weiteren
Stunde Autofahrt, die etwas von der Küste weg ins Landesinnere geht
erreicht man in einem kleinen Dorf eine Schiffsanlegestelle. Es ist dies
die einzige weit und breit und kann somit nicht verfehlt werde. Hier
gibt es einen großen Parkplatz gegenüber der Anlegestelle, wo man sein
Auto abstellt, denn die Insel Kho Samed ist autofrei. Lediglich einige
Mopeds dürfen dort fahren. |
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| Man
kauft sich ein Fährticket dort an einem Schalter und nimmt das nächste
Boot, was in Richtung Insel abgeht. Ziel ist das Hotel Vongdürrn Villa.
Es ist eine Bungalowanlage, die recht preiswert ist, was sich natürlich
rein optisch widerspiegelt. Die Bungalows sind einfach ausgestattet,
geräumig und haben ein Duschbad. Es gibt drei Kategorien. Einfach,
gehoben und einen VIP Bungalow. Dieser hat als einziger eine
Klimaanlage, besitzt ein großes Bad und es gibt einen Kühlschrank. Die
anderen Unterkünfte sind zwar geräumig, haben jedoch nur einen
Ventilator, der von der Decke herab hängt. Die gehobenen Unterkünfte
sind mit Teppichboden ausgeschlagen, wobei die einfachen Bungalows eher
nur einfachen Ansprüchen genügend. |
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Auf
der Insel gibt es jede Menge Restaurants in unterschiedlicher
Ausstattung und vor allem mit unterschiedlichem Angebot. Wer die
Thaiküche mag, kommt hier voll auf seine Kosten. Die meisten sind
sogenannte Open-Air-Restaurants und man sitzt unter freiem Himmel.
Einige ganz wenige klimatisierte Restaurants gibt es allerdings auch.
Die Insel hat
eine Nord-Süd-Lage, wobei im Osten sich ein langer Strand zeigt. Im
Westen fällt von dem Höhenzug, der sich über die gesamte Insel von
Nord nach Süd erstreckt, der Strand teilweise sehr steil ab. Baden ist
hier nur an wenigen Stellen möglich. Dafür kann man hier einen
perfekten Sonnenuntergang erleben. |
| Eine
weitere Fahrt führte uns zum Drei Pagoden Pass, der unmittelbar an der
Grenze zum heutigen Myanmar, früher Burma, liegt. Eigentlich bietet
dieser Pass, der streng genommen keiner ist, nichts Besonderes.
Allerdings kann man hier die Grenze passieren um auf der anderen
Seite in ein Bretterdorf zu gelangen, wo man Waren, in der Regel
Getränke, zollfrei einkaufen kann.
Man fährt
von Bangkok aus in Richtung Flughafen und hält sich dann halb links in
Richtung Kanchana Buri, wo die berühmte "Brücke am Kwai"
steht und sich der große Friedhof der Gefallenen aus der damaligen Zeit
befindet. Die Fahrt geht am Mekong entlang und man kreuzt einige male
die Bahnlinie. Man fährt zwar auf einer befestigten Straße, doch ist
es so, als ob man durch den Dschungel fährt. Es
geht durch urwaldartige Landschaften vorbei an
einigen Wasserfällen immer bergauf in Richtung burmesische Grenze. Bis
dicht an den Straßenrand reicht die üppige Bewachsung. Nach dem Ende
der Bahnlinie kommt man zu einem kleinen Ort mit Namen Sai Yok. Dort
endet quasi die Straße und es geht auf einer Piste weiter.
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| Der
Übergang erinnert etwas an die Zeit aus dem Film "Die Brücke am
Kwai". Einige Soldaten liegen hier mit ihren Gewehren in einem
Unterstand, der durch Erdwälle gesichert ist. Ohne Probleme kann man
hier passieren, jedoch ohne Auto, und erreicht nach etwa 5 Minuten
Fußweg dieses Bretterdorf. Da es dort sehr feucht ist und öfter
regnet, man befindet sich im Zentrum des Regenwaldes, ist der Weg
entsprechend nass und glitschig.
Dem Auge bietet
sich auch nichts Sehenswertes. Man wird jedoch auf Schritt und Tritt von
Kindern begleitet. Die wollen vor allem eins, Baht. Die Landeswährung
in Thailand. Will man sie fotografieren, so halten sie die Hand auf und
rufen: "Ten Bath" (Zehn Baht). Zahlt man nicht, so drehen sie
sich um oder laufen weg. |
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Die
Pagoden selbst sind kleine Türme, an denen der Zahn der Zeit schon
reichlich genagt hat. Ihr ursprüngliches Weiß ist fast verschwunden
und wurde durch ein unansehnliches Schwarz ersetzt, welches durch die
starke Feuchtigkeit hier hervorgerufen wurde.
Man nennt diese
Türme "Chedi"
und sie sind eigentlich ein Platz für die Anbetung von Buddha. Im
Regelfall sind sie Teil einer Tempelanlage, doch stehen sie auch
einzeln, oder wie hier, in einer kleinen Gruppe. Es gibt sie in allen
Größen. Der höchste und gewaltigste, der Phra Pathom Chedi, steht in Nakhon
Pathom und gilt mit seinen 127 m Höhe als
das höchste
buddhistische Bauwerk der Welt. |
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Es
gab in dem Jahr noch etliche kleinere Reisen und Unternehmungen, die
ich in Bildern festgehalten habe. Wer sich die Bilder dazu ansehen
möchte, muss auf eine andere Seite wechseln. Dorthin gelangt man,
wenn man diesen Link betätigt.
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