| 1955
Eigentlich
war ich nie der sportliche Typ! Schon in der Schule drückte ich
mich davor. Beim jährlichen Sportfest, bei dem man in drei
Disziplinen wie 50 m oder später 75 m Lauf, Weitsprung und
Schlagballweitwurf, mindestens 50 Punkte holen musste, erreichte
ich lediglich nur einmal diese Marke und bekam so ein kleines
Eichenlaub. Wer 75 Punkte erreichte, durfte auf Stadtebene sich
dann mit den anderen Schulen messen. Diesen Ergeiz hatte ich
jedoch nicht.
1958
Das
änderte sich allerdings, als mein Vater mich zur Seite nahm und
fragte, ob ich Lust auf Tischtennis hatte. Ping Pong nannte man
das dann wohl eher, was wir da ablieferten. Gespielt wurde auf
einem ausziehbaren Küchentisch in den Maßen 0,70 m x 1,80 m. Es
ging mehr schlecht als gut und trotzdem nahm mich dieser Sport gefangen.
Mit 14 Jahren knüpfte ich meine ersten Kontakte zu einem
Tischtennisverein. Es war der TTC Blau Weiß Velbert, bei dem ich
etwa 2 Jahre spielte und auch meine ersten Erfolge hatte. So wurde
ich Jugendvereinsmeister und spielte später sogar in einer
Mannschaft. Auf meiner Arbeitsstelle spielten wir ebenfalls. Wenn
auch nur in der Mittagspause, so doch regelmäßig, was mich
wiederum spielstärkemäßig nach vorn brachte.
1960
Mit 16
Jahren zogen wir um und ich wechselte zum TTC Essen-Werden. Hier war
die Konkurrenz wesentlich größer. Immerhin wurde ich hier
Vizejugendvereinsmeister und spielte bereits in diesem Alter mit
einer entsprechenden Freigabe bei den Senioren. Auch die
Mannschaft in der ich spielte, erreichte immerhin die
Bezirksklasse.
Mein Weg
führte mich u.a. zum CVJM in Essen-Werden. Hier gab es eine
Sportabteilung, die sich mit der Leichtathletik beschäftigte. Man
sprach mich an, ob ich nicht Lust hätte, mal beim Training
reinzuschauen. Gefragt - getan. Ich nahm teil und entwickelte
plötzlich so etwas wie Ehrgeiz. Die Mittelstrecke über 1000 m
hatte es mir angetan. Zwar erreichte ich keine tollen Zeiten, doch
es machte mir unheimlich viel Spaß.
1965
Beim Bundesgrenzschutz
in Winsen
an der Luhe wurde ich natürlich auch an andere
Sportarten herangeführt. Vorrangig war zunächst das Ablegen des
Sportabzeichens. Ich erinnere mich noch genau. Im Jahre 1965, es
war das Jahr meiner Grundausbildung, war einfach keine Zeit
vorhanden, die Disziplin 300 m Schwimmen abzulegen. Erst im
November!!! kam es dazu. Das Freibad in Winsen
an der Luhe wurde für uns nur zu diesem Zweck geöffnet. Das
Wasser hatte eine Temperatur um die 16 Grad. Schwimmen war für
mich eine Sportart, die man nicht unbedingt betreiben musste. So
war denn auch meine Zeit. In 9 Minuten musste man diese Strecke
absolvieren. Ich schaffte sie in 8:59,5 Minuten. Nachzulesen in
meinem Sportabzeichenheft.
Durch den Bundesgrenzschutz
wurde ich auch an den Handballsport herangeführt. Zwar hatte es
nie dazu gereicht, in einem Verein zu spielen, doch versuchte ich
diese Sportart innerhalb meiner Tätigkeit beim Bundesgrenzschutz
so oft wie möglich auszuüben.
Hier in Winsen
an der Luhe beim Bundesgrenzschutz
gab es einmal im Jahr in allen Sportdisziplinen einen Wettbewerb.
Mit Erfolg mitgemacht hatte ich nur beim Tischtennis. Hier holte
ich im Einzel und im Doppel jeweils den 2. Platz. Den Sieger
sollte ich 7 Jahre später in einem anderen Verein wiedertreffen.
1966
Umzugsbedingt
war mein nächster Club der ESV Hansa Lüneburg. Im Jahre 1966
trat ich diesem Verein bei. Einzelerfolge waren hier nicht zu
verzeichnen, doch mit der Mannschaft spielten wir auch hier mit
großem Erfolg.
1968
In
Lübeck
spielte ich dann mehr nur so zum Zeitvertreib. Ich trainierte in
einem Verein, doch spielte ich hier nicht mehr in einer
Mannschaft.
1971 Erst nach meinem Umzug nach Sankt
Augustin änderte sich das wieder. Nach einem kurzen Gastspiel
beim TC Bergheim, der Ort liegt an der Sieg kurz bevor sie in
den Rhein mündet, wechselte ich zum TTC Niederpleis, der im
gleichnamigen Ortsteil von Sankt
Augustin seine Halle hatte. Hier traf ich wieder auf den oben
erwähnten Sieger aus Winsen
an der Luhe. Neben Einzelerfolgen bei
Kreismeisterschaften, Bezirksmeisterschaften und mit der
Mannschaft, hörte ich hier mit der aktiven Spielerei auf und
widmete mich der Betreuung.
Auf
einem Lehrgang des DTTB (Deutscher Tischtennis Bund) erwarb ich
die Lizenz eines Schiedsrichters. Ab diesem Zeitpunkt wurde ich
als offizieller Schiedsrichter bei Turnieren eingesetzt.
Höhepunkt für mich war die Westdeutsche Meisterschaft, die
damals von unserem Club ausgerichtet wurde. Auch war ich als
Spielleiter auf Kreisebene tätig. Meine Aufgabe war es
Spielpläne für die jeweilige Saison auszuarbeiten, auf Durchführung der
Spiele zu achten und die offiziellen Tabellen heraus zu geben.
1976
Mit
der Damenmannschaft, die ich damals trainierte, stiegen wir fast jedes Jahr auf. Von der
untersten Kreisklasse bis zur Landesliga, was damals die
vierthöchste Spielklasse war. Es war ein toller Erfolg für die
Mannschaft und dem Verein. Wie das jedoch so bei Frauen schon mal
ist, wurde ein
Mitglied der Mannschaft schwanger, eine andere hatte einfach keine
Lust mehr, worauf der Rest auch nicht mehr wollte. So brach die
Mannschaft auseinander. Für mich war das der Anlass,
zu einer anderen Sport zu wechseln, dem Tennis.
1976
Bevor
es jedoch soweit war, spielte ich noch mit sehr großem Erfolg in
der Betriebssportmannschaft beim Bundesgrenzschutz.
Über mehrere Jahre hinweg stieg unsere Mannschaft auf. Die
Teilnahme an Einzelturnieren in dieser Zeit, es war zwischen 1977
und 1984, war für mich sehr erfolgreich. Wovon noch heute so
einige Pokale künden.
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